Grünes Klassenzimmer 2008  
 
MUNLVBiologische Station Gütersloh/BielefeldVerband Garten- und Landschaftsbau NRW e.V. NRW-Stiftung
 


J 1 Wir arbeiten wie Archäologen

Circa 12.000 vor Christus – zum Ende der Altsteinzeit - zogen Jäger und Sammler durch die
Rietberger Emsniederung. Spuren ihres Siedlungsplatzes fanden Archäologen der Universität
Köln in den vergangenen Jahren im Bereich „Große Höppe“. Die Funde in Rietberg gelten in de
Wissenschaft als überaus bedeutsam, da ein zeitlich ähnlich datierbarer Fund europaweit bisher
nur im Großraum Paris nachgewiesen werden konnte.
Auf dem archäologischen Feld der Landesgartenschau vermittelt ein Modell der Funde und
Schautafeln mit Fotos der Ausgrabung einen Eindruck von diesem spannenden
entwicklungsgeschichtlichen Thema.

Keine hundert Meter von der historischen Fundstelle entfernt sollen die Schüler/innen im
Verlauf eines Vormittags die vier Arbeitsschritte von Archäologen: Ausgraben, Restaurieren,
Datieren, Entschlüsseln / Deuten, sinnlich be-„greifen“ und konkret erfahren. Sie sollen auf
dem Grabungsfeld typische Arbeitsweisen von Archäologen anwenden und Grabungswerkzeuge
benutzen. „Fundstücke“ sollen gesichert und restauriert werden.
Mit Hilfe eines 3-D-Modells lernen die Schüler zudem die Grundlagen der archäologischen Datierung kennen und rudimentär anzuwenden.


Klassen 1 - 6

Kursziele und Inhalte:
• Rietberg als Siedlungsplatz in der Jungsteinzeit kennen lernen
• Entdeckendes und forschendes Lernen durch den Unterricht im Grabungsfeld
• Einblick in die Arbeit eines Archäologen erhalten